Wärmepumpe für ein denkmalgeschütztes Haus
Zukunftsweisende Heiztechnologie für historisches Gebäude von 1873
BremenAngesichts der Wärmewende gibt es vor allem im meist fossil beheizten Bestand eine Menge nachzuholen. Was viele nicht wissen: Der Austausch des Wärmeerzeugers ist auch im Altbau kein Hexenwerk, sondern einfach umsetzbar. Dabei spielen Wärmepumpen eine wichtige Rolle: im Neubau schon längst gang und gäbe, sind sie mehr und mehr auch in Altbauten angekommen. Und das aus gutem Grund: Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz schonen sie nicht nur das Klima, sie senken auch die laufenden Betriebskosten. Vorteile, die der Eigentümer eines denkmalgeschützten Einfamilienhauses in Bremen für sich nutzen wollte.
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Zwischen Denkmalschutz und Energiewende
RahmenbedingungenWenn historische Bausubstanz neue Anforderungen stellt
Wer durch das beliebte Stadtviertel „Östliche Vorstadt“ in Bremen spaziert, wird beim Anblick der Hausfassaden „Im Friesenfeld“ in die Zeit des 19. Jahrhundert hineinversetzt. Ein hohes Maß an Altbausubstanz und viele originale Elemente, die in ihrer Gesamtheit so selten vorzufinden sind, machen die Straße zu einer Reminiszenz an vergangene Tage. Wichtig also, im Rahmen einer energetischen Sanierung, das Historische zu bewahren und es behutsam mit moderner Heiztechnik zu kombinieren. Um das zu schaffen, hat sich der Eigentümer – ein Bremer Architekt – für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe entschieden, die die bisherige Ölheizung ersetzt und fortan für nachhaltige Wärme in dem geschichtsträchtigen Gebäude sorgen wird.
Herausforderungen
Das zweigeschossige Gebäude wurde als typisches Bremer Haus im Jahre 1873 erbaut und ist Teil einer Häuserzeile. Kennzeichnend ist dabei das Souterrain als Tiefparterre sowie die tiefe Gebäudeform. Beheizt wurde das Objekt mit einer Ölheizung, die aufgrund ihres Alters und im Rahmen einer Sanierung ausgetauscht werden sollte. Da das Einfamilienhaus ebenso wie seine Nachbarbauten unter Denkmalschutz steht, musste die Sanierung strenge Auflagen erfüllen. Unter neuen, modernen Aspekten sollte die Altbausubstanz zum Ausdruck gebracht und erhalten bleiben. Um das Gebäude heizungstechnisch in die Zukunft zu holen, war eine Heizlösung gefragt, die nicht nur nachhaltig und energieeffizient ist, sondern im Hinblick auf die enge Nachbarschaft auch besonders geräuscharm sein musste.
Die passende Lösung für den Altbau
LösungWarum die Wahl auf eine Luft/Wasser-Wärmepumpe fiel
Nach eingehender Prüfung haben sich die Bauherr:innen für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe als zukünftiges Heizsystem entschieden, einfach, weil es sich als die bestmögliche Heizungsoption für ihr historisches Eigenheim herausstellte und auch in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz überzeugen konnte. Bei der weiteren Recherche sind die Eigentümer:innen auf das Unternehmen Mitsubishi Electric gestoßen, für dessen Produkte sie sich schlussendlich entschieden haben.
„Unsere Vergleiche haben gezeigt, dass die Produkte von Mitsubishi Electric die besten Effizienzwerte hatten“, so Eigentümer Arne Häusler. Was ebenfalls den Ausschlag für die Entscheidung gab, waren die geringen Geräuschemissionen, welche die Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpen als die leisesten Geräte im Wettbewerb ausweisen. Gerade im Hinblick auf die enge Nachbarschaft war dies ein Punkt, der den Eigentümern besonders am Herzen lag.
Fundierte Planung für den Einbau im Bestand
Nachdem mit der Firma Schierenbeck ein kompetenter Fachpartner gefunden war, konnte es in die konkrete Planung gehen. Dafür war es zunächst erforderlich, das gesamte Gebäude unter die Lupe zu nehmen, eine Heizlastberechnung durchzuführen, die einzelnen Heizkörper zu begutachten und einen hydraulischen Abgleich vorzunehmen. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die benötigten Vorlauftemperaturen berechnet und genau prognostiziert, wie wirtschaftlich die Anlage nachher sein wird. „Gerade bei Bestandsbauten bringen wir jede Menge Erfahrung mit“, so Klaus Schierenbeck, Inhaber der beauftragten Firma Klaus Schierenbeck Gebäudetechnik. „Im letzten Jahr haben wir allein im Bestand 50 bis 60 Wärmepumpen eingebaut.“
Ecodan Wärmepumpe als Matchwinner
Ecodan Wärmepumpe
Zukunftsfähige Technik im Altbau
Hinter der historischen Fassade des Einfamilienhauses sorgt fortan eine Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpe auf Basis des Kältemittel R32 für warme Räume und warmes Wasser. Dazu wurde eine Split-Anlage eingebaut, die es dank Leistungslängen von bis zu 50 Metern ermöglicht, das Außengerät am äußersten Rand des Gartens aufzustellen. Passend zum Außengerät wurde im Innenbereich ein entsprechendes Hydromodul mit 200 Litern aufgestellt, über das die Trink-Warmwasserbereitung versorgt wird. Um die Energieeffizienz zu erhöhen, wurden die alten Fenster durch eine Vakuumverglasung ersetzt und sehr viele Heizkörper ausgetauscht. So ist auch in diesem Fall ein wirtschaftlicher Betrieb mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ohne weiteres möglich.
„Für die Sanierung im Bestand kann ich eine Wärmepumpe nur empfehlen. Sie arbeitet nicht nur besonders wirtschaftlich und klimaschonend, sie macht jedes Gebäude auch fit für die Zukunft und steigert damit seinen Wert. Dabei erreichen die modernen Geräte heute Temperaturen, mit denen sich herkömmliche Öl- oder Gasheizung ohne Weiteres ersetzen lassen“, erklärt Schierenbeck. Trotz dieser belegbaren Vorteile trifft der Firmeninhaber nach wie vor auf Vorbehalte – gerade was die Geräuschentwicklung betrifft. Doch hier hat der Profi eine einfache Methode parat: Indem er mit Skeptikern eine Hausbegehung macht, wird deutlich, wie geräuscharm die Wärmepumpe eigentlich ist.
Zitat
Zitat„Zugegebenermaßen war ich anfangs skeptisch, ob eine Wärmepumpe in einem Altbau wirklich wirtschaftlich arbeiten kann. Aus heutiger Sicht sehe ich aber die Wärmepumpe vollumfänglich als Empfehlung – auch im Kontext eines denkmalgeschützten Altbaus.“
Förderung nutzen, Kosten senken
Förderung & WirtschaftlichkeitWarum die Wärmepumpe auch wirtschaftlich eine starke Lösung ist
Auch in Sachen Wirtschaftlichkeit erfreut sich die Wärmepumpe zunehmender Beliebtheit. Vor allem, weil die Gas- und Ölpreise im Jahr 2026 durch die CO2-Besteuerung um 10 % steigen werden, kann die Wärmepumpe bei diesem Thema weiter punkten. Was ebenfalls für den Umstieg auf die nachhaltige Heizlösung spricht, ist die attraktive Förderung, bei der ein Zuschuss von bis zu 70 % (Stand: November 2025) möglich ist. Auch der Eigentümer des historischen Hauses erhielt einen Teil seiner Kosten zurückerstattet. „Wir hatten das Glück, dass zum Zeitpunkt unserer Entscheidung eine recht angemessene Förderung von der KfW Förderbank in Aussicht gestellt wurde und uns hier die Firma Schierenbeck mit ihrer Kompetenz bei der Antragsstellung voll und ganz unterstützt hat“, erklärt Eigentümer Arne Häusler.
Die Referenz im Friesenfeld zeigt deutlich: Egal, wie historisch ein Gebäude ist oder welche denkmalschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen – der Einbau einer Wärmepumpe ist grundsätzlich in jedem Bestandsgebäude möglich und eine gute Entscheidung fürs Klima und das Portemonnaie.
Zusammenfassung
Die wichtigsten PunkteDie wichtigsten Punkte
- Ein Einfamilienhaus aus dem Jahre 1873 wurde mit dem Einbau einer Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpe heizungstechnisch in die Zukunft geholt.
- Aufgrund der engen Bebauung galt es vor allem die Schallemissionen zu berücksichtigen.
- Mit der Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpe kommt ein Produkt zum Einsatz, dass nicht nur in Sachen minimaler
- Geräuschentwicklung, sondern auch in punkto Effizienzwerte ganz vorne mitspielt.
- Zusätzlich wurden die Fenster durch vakuumierte Fenster ersetzt und die Heizkörper ausgetauscht.
- Die energetische Sanierung musste denkmalschutzrechtliche Aspekte berücksichtigen.

