Mehrgeschossiges Wohngebäude mit moderner Dachaufstockung und Holzfassade unter blauem Himmel

Dachaufstockung: Effiziente Heizlösung

Mit Luft/Luft-Wärmepumpen mehr Wohnraum & mehr Nachhaltigkeit

Dinslaken

Wohnungsnot auf der einen Seite, ambitionierte Klimaziele auf der anderen: Wie lässt sich beides zusammenbringen? Eine ebenso gute wie einfache Möglichkeit bietet die Flächenverdichtung durch Ausbau und Aufstockung von Bestandsgebäuden. So entsteht neuer Wohnraum, ohne dass grüne Flächen versiegelt werden müssen.

Diesen Ansatz verfolgt auch die von VELUX Deutschland initiierte Taskforce „Mehr Wohnraum im Dach“. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe des Netzwerks „Neues Bauen – 80 Sekunden“ will gemeinsam mit Partnern aus Wohnungswirtschaft, Architektur, Forschung und Politik das große Potenzial der Flächenverdichtung aufzeigen und erschließen.

Wie gut das funktionieren kann, zeigt das Mehrfamilienhaus der Wohnungsgesellschaft Ruhrgebiet mbH (WoGe Ruhrgebiet) in Dinslaken, das gemeinsam mit Mitsubishi Electric im Jahr 2026 realisiert wurde und heute als Best Practice gilt.

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Anforderungen:
  • Effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung
  • Erreichen von KfW 40 in den neuen Wohnungen
  • Erreichen von KfW 85 in den bestehenden Wohnungen
  • Reduzierung der Heizkosten
  • Entlastung des Nahwärmenetzes

Ausgangssituation

Ausgangssituation

Bestandsgebäude modernisieren und erweitern

In Dinslaken besitzt die Wohnungsgesellschaft Ruhrgebiet mbH mehrere in die Jahre gekommene Mehrfamilienhäuser. Da auch in der rund 70.000 Einwohner zählenden Stadt der Bedarf an Wohnraum hoch ist, wurde in der Oldenburger Straße eines der Bestandsgebäude um acht Wohnungen erweitert. Neben der Aufstockung wurde das 1954 erbaute Haus umfassend saniert.

Herausforderungen

Schnell neuer Wohnraum, zugleich klimafreundlich und effizient – das Projekt stellte Anforderungen auf mehreren Ebenen:

  • Schnelle Wohnraumschaffung: Ziel war es, so schnell wie möglich neuen Wohnraum bereitzustellen.
  • Klimafreundliche Umsetzung: Gleichzeitig sollte das Projekt klimafreundlich und energieeffizient umgesetzt werden.
  • Modernisierung des Bestands: Auch die bestehenden 16 Wohnungen sollten auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Dafür war eine neue Heizlösung erforderlich.
  • Zeitgemäße Wohnflächen: Eine zusätzliche Herausforderung bestand in den Wohnungsgrößen. Die bestehenden Wohnungen boten keine zeitgemäße Fläche, während in den neuen Wohnungen moderne Grundrisse und angemessene Wohnflächen geschaffen werden sollten.

Durch das Zusammenspiel aus Technik, neuen Ideen und effizienten Maßnahmen konnten sie erfolgreich gelöst werden.

Sanierter Wohnblock mit aufgestocktem Dachgeschoss und umliegender Stadtbebauung aus der Vogelperspektive

Lösungen für alle Herausforderungen

Lösungen

Schnell mehr Wohnraum durch Holzrahmenbauweise

Um schnell bezugsfertige Wohnungen anbieten zu können, wurde eine besondere Bauweise gewählt: Vom Boden über die Wände bis hin zu den Dachelementen wurde das Gebäude in Holzrahmenbauweise aufgestockt.

Die vorgefertigten Elemente wurden mit großen LKW-Zügen angeliefert und per Kran montiert. Der Aufbau erfolgte innerhalb weniger Tage.

Auffällig ist der auskragende Aufbau, der nicht nur architektonisch überzeugt. Vor allem ermöglichte er bei den neuen Wohnungen Wohnflächen zwischen 65 und 71 m² - und damit Größen, die heutigen Ansprüchen entsprechen.

Luft/Luft-Wärmepumpen von Mitsubishi Electric als nachhaltige Heizlösung

Das Projekt in Dinslaken ist ein überzeugendes Beispiel für nachhaltige Bestandserweiterung und Sanierung. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Einbau der Luft/Luft-Wärmepumpen von Mitsubishi Electric.

Die Modelle der M-Serie kommen in den neuen Wohnungen als vollwertige Heizlösung zum Einsatz und versorgen die Räume zuverlässig mit Wärme.

„Während der Ausbauphase im Winter haben wir bereits festgestellt, dass es in den Wohnungen selbst bei sehr niedrigen Außentemperaturen ausreichend warm wird“, sagt Volker Dittrich, ehemaliger Geschäftsführer der WoGe Ruhrgebiet und fügt hinzu: „Keiner der Handwerker hat eine Heizung vermisst. Im Gegenteil: Fast alle haben im T-Shirt gearbeitet.“

Mehrfamilienhaus mit installierten Wärmepumpen-Außeneinheiten zur energieeffizienten Modernisierung

Warum die Wahl auf die M-Serie fiel

M-Serie

Nachhaltige Heizlösung mit einfacher Installation

Bevor eine Entscheidung für ein Heizsystem getroffen wurde, prüfte die Geschäftsleitung der WoGe Ruhrgebiet mehrere Optionen. Die Luft/Luft-Wärmepumpe erwies sich dabei nicht nur in puncto Nachhaltigkeit als beste Lösung. Sie überzeugte auch durch eine einfache und schnelle Installation, ohne die Versorgung in den unteren Wohnungen zu unterbrechen.

So fiel die Entscheidung schnell auf die M-Serie von Mitsubishi Electric. Dass Produkte des Herstellers aus Ratingen zum Einsatz kamen, ist auch auf die intensive Beratung zurückzuführen. „Die Gespräche mit den Projektverantwortlichen seitens Mitsubishi Electric haben uns sehr überzeugt – ebenso wie die Qualität der Produkte, das stimmige Preis-Leistungsverhältnis und nicht zuletzt auch der zuverlässige Service“, so Dittrich.

Installation durch eigene Fachkräfte – Dank Schulungen

Installiert wurden die Geräte von den Mitarbeitenden der Wohnbau Ruhrgebiet GmbH. Das Unternehmen hatte Volker Dittrich 2006 parallel zur WoGe Ruhrgebiet gegründet. So konnte die Wohnungsgesellschaft bei der Dachaufstockung auf eigene Handwerker zurückgreifen.

Nach der Teilnahme an umfassenden Schulungen von Mitsubishi Electric zur M-Serie konnten die Fachkräfte die Geräte ohne Weiteres einbauen und in Betrieb nehmen.

Leerer Wohnraum mit Holzfußboden und M-Serie Wandgeräte nach Sanierung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses

Zukunftsfähige Lösung auch für die Bestandswohnungen

Bestandswohnungen

Sanierung mit Fokus auf Energieeffizienz und Komfort

Um das Haus nicht nur in den oberen, sondern auch in den unteren Etagen zukunftsfähig zu machen, waren weitere Maßnahmen notwendig.

„Mit den aufgestockten Wohnungen wollten wir Energieeffizienzhaus 40 erreichen, bei den unteren war KfW 85 unser Ziel“, sagt Dittrich.

Im Rahmen einer umfassenden Sanierung wurden in jeder Wohnung die bestehenden, an das Fernwärmenetz der Stadt Duisburg angeschlossenen Heizkörper um eine reversible Luft/Luft-Wärmepumpe von Mitsubishi Electric ergänzt.

Das Ergebnis ist eine einfache und zugleich effiziente Lösung, um künftig energie- und kostensparender zu heizen. Zusätzlich wird das Fernwärmenetz entlastet, sodass weitere Wohnungen angeschlossen werden können.

Für die Mietenden bietet das Konzept einen weiteren Komfortvorteil: Die Wohnungen können im Sommer gekühlt und in der Übergangszeit besonders energiesparend beheizt werden.

Mehr Fläche für die Bestandswohnungen

Da die Bestandswohnungen mit ihren 50 m² Wohnfläche nicht mehr zeitgemäß waren, werden sie sukzessive um rund 8 m² erweitert.

Möglich wird dies dadurch, dass die bestehenden Loggien in Wohnraum umgewandelt werden. Zusätzlich erhält jede Wohnung einen großzügigen Balkon mit einer Breite von 2,50 Metern.

Modernisierter Innenraum einer Wohnung mit Blick auf Balkon und Stadtumgebung

Gebäudetechnik im Zusammenspiel: Wärmepumpe, Photovoltaik und Speicher

Gebäudetechnik

Ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Gebäudetechnik

Insgesamt wurden in der Oldenburger Straße in Dinslaken 24 Außengeräte und rund 40 Innengeräte installiert.

Zusätzlich erhielt das begrünte Flachdach eine Photovoltaikanlage. Mit 15 kW Peak pro Haus liefert sie mehr als genügend Strom für Heizung, Kühlung und Komfort.

Darüber hinaus steht in jedem Keller ein Speicher bereit, in dem nicht direkt benötigte Energie gespeichert und den Mietenden zur Verfügung gestellt wird.

So entsteht ein hybrides Versorgungskonzept, das Fernwärme, regenerative Energiequellen und moderne Gebäudetechnik intelligent miteinander verbindet.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte im Überblick

Referenzbericht Dinslaken

Referenzbericht Dinslaken

  • Durch die Aufstockung eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 1954 wurden acht neue Wohnungen geschaffen.
  • Im Zuge der Gebäudeaufstockung wurden auch die bestehenden Wohnungen saniert und in ihrer Fläche erweitert.
  • In den neuen Wohnungen war Energieeffizienzhaus 40 das Ziel.
  • In den Bestandswohnungen sollte der Standard KfW 85 erreicht werden.
  • Mit der Luft/Luft-Wärmepumpe der M-Serie von Mitsubishi Electric kam in den oberen Wohnungen eine nachhaltige und hocheffiziente Heiz- und Kühllösung zum Einsatz, die als autarke Heizung fungiert.
  • In den unteren Wohnungen ergänzen die Luft/Luft-Wärmepumpen die bestehenden Heizkörper und tragen so zu niedrigeren Heizkosten bei.
  • Insgesamt wurden 24 Außen- und rund 40 Innengeräte installiert.
  • Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert mit 15 kW Peak pro Haus mehr als genügend Strom für Heizung, Kühlung und Komfort.

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